Action, Action, Action!
Mit kreativen Aktionen vor Ort die Bildungsstreikwoche zum Erfolg machen - einige Ideen…
Dieser Artikel erschien in der zweiten Ausgabe der Zeitung “Klassen-Kampf” (Mai 2009) auf Seite 7.
Bildung zum Thema machen: Bildung zum Thema machen!
Man glaubt es kaum, aber auch in der Schule kann oder könnte man interessante Diskussionen führen. Am Anfang einer solchen Diskussionsrunde stehen meist gedruckte Einladungsflyer oder Anhänge in der Schule. Leider ist es oft schwierig, von Lehrern oder der Schulleitung einen Raum für sowas zu bekommen. Einfacher ist es, sich vor der Aula oder auf dem Hof zu treffen und dann zusammen einen offenen Raum zu suchen.
Sicherlich eine der beliebtesten Aktionsideen ist die große Transparente oder Plakate aus Fenstern oder an Bäume zu hängen, die man dann auch gleich zum Streik mitnehmen könnte. Die nötigen Materialien sind nicht teuer und 1Tag reicht meist um etwas schickes zu basteln (wenn euer Ergebnis perfekt werden soll, dann strahlt eine Motivvorlage mit Beamer o.Ä. auf das Material) außerdem könnt ihr den langweiligen Schulalltag damit mal so richtig umkrempeln.
Vorhandenes Material nutzen!
Die einzelnen Ortsgruppen haben fast immer Flyer, Sticker, Plakate, Zeitungen oder sonst was. (in der Regel sogar kostenlos) nutzt das Internet (www.schulstreik-berlin.de) und fragt die Gruppen, ob sie euch nicht irgendwie etwas zukommen lassen, oder ihr euch etwas abholen könnt. Diese Gruppen kennen auch Örtlichkeiten in denen ihr Veranstaltungen machen oder malen könnt, falls euch eure Schule die Räume verweigert, außerdem haben sie oft nützliche Tipps wo ihr günstig einkaufen oder wie ihr eure Aktionen durchziehen könnt. Wenn die Zeit da ist würden diese euch auch Vorort helfen.
Vollversammlungen!
Wenn ihr coole SchülervertreterInnen habt (oder selber eineR seid) , könnt ihr die auch mal bitten eine Schulvollversammlung einzuberufen. Ihr habt laut Schulgesetz das Recht auf 2 Vollversammlungen pro Schuljahr, hier könnt ihr andere Schüler informieren, überzeugen und Termine absprechen. Seid auf kritische Fragen von Lehrern vorbereitet. Vielleicht ladet Ihr euch auch Leute vom Orga-Kollektiv, also von „Bildungsblockaden einreißen!“ oder „schulaction“, ein die können euch in kniffligen Fragen unterstützen.
Unterricht ausnutzen!
Natürlich könnt ihr um den Schulstreik in eurer Klasse bekannt zu machen, diesen auch einfach in eurem Unterricht ansprechen. In Geschichte und PW lassen sich zum Beispiel häufig Anknüpfungspunkte finden. Falls ihr Lehrer habt, die euch und dem Schulstreik wohl gesonnen sind (es geht ja auch um ihre Arbeitsbedingungen) könnt ihr auch versuchen Kunst, Musik oder DS-Kurse für kreative Aktionen, z.B Transparente malen, oder Straßentheater einstudieren, nutzen.
Schulen besetzen!
Schaut man sich mal internationale Bildungsproteste an, so kommt es immer wieder vor, das SchülerInnen und StudentInnen Schule und Universitäten besetzen. Dies ist sicherlich die schwierigste Aktionsform, da es sinnlos ist eine Schule einfach nur zu verbarrikadieren. Die Besetzung einer Schule meint viel mehr den normalen Unterricht durch einen Alternativen zu ersetzen, dieser könnte zum Beispiel in Form von Workshops organisiert sein. Eine solche Besetzung ist auf jeden Fall sehr öffentlichkeitswirksam, bedarf aber auch der sorgfältigen Vorbereitung und der Unterstützung von einem großen Teil der Schülerschaft (am besten auch noch einige Lehrer und Eltern).
Last-Minute-Action!
Noch ein Tag bis zum Schulstreik: jetzt heißt es Endspurt! Am Tag vorher könnten kleine Papierschnipsel aus den Fenstern auf den Schulhof fliegen (aus einer A4-Seite lassen sich im Copyshop locker 24 Schnipsel machen). Der Schulstreik lässt sich auch super mit Kreide auf dem Boden vor dem Eingang oder am schwarzen Brett bewerben!
Am Streiktag
Am Tag des Streiks solltet ihr nicht direkt zur Streikdemo gehen, sondern auch nochmal bei eurer Schule vorbei schauen. Idealerweise lauft ihr mit einer kleinen Menschenmenge vor eurer Schule auf, sodass streikwillige SchülerInnen sehen, dass sie nicht alleine sind und aus dem Gebäude kommen. Achja: Manche Schulleitungen finden es nicht so lustig, wenn ihr den Feueralarm auslöst, um die Leute aus der Schule zu bekommen.
Nach dem Streik
Unser Protest ist mit dem Streik noch nicht vorbei, besucht Nachbereitungstreffen oder Partys, tauscht euch mit anderen Aktivisten aus und falls ihr Stress mit den Cops hattet meldet euch bei Ermittlungsausschuss.
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