Teile der Uni Leipzig besetzt
Diesee Meldung erschien in der zweiten Ausgabe der Zeitung “Klassen-Kampf” (Mai 2009) auf Seite 2.
Seit dem 15. April sind Teile der Universität Leipzig besetzt. Etwa 50 Aktivisten besetzten das Geisteswissenschaftliche Zentrum der Universität. Sie protestieren damit gegen die untragbaren Studienbedingungen die als Folge des „Bologna-Prozesses“ und der massiven Unterfinanzierung der Bildungseinrichtungen überall zu spüren sind.
Bereits am zweiten Tag der Besetzung zogen die Aktivisten in 5 Räume des Neuen Seminar-Gebäudes um – denn eines war klar: Die Diskussion um Bildungsblockaden und die Frage, wie sie eingerissen werden können, braucht Zeit und Raum. Seit mehreren Wochen wohnt, kocht und diskutiert die sehr gemischte Gruppe in den besetzten Räumen gemeinsam. „Den ganzen Tag lang gibt es hier Infostände und offene Workshops für alle, in denen wir mit allen interessierten über die Probleme im Bildungsbereich und gesellschaftliche Gründe dafür diskutieren“, so eine Besetzerin. Unter den anderen Studierenden und auch bei einigen Professoren gebe es viel Zustimmung für die Aktion. Auch vom Rektorat der Universität würde mit Verständnis reagiert. „Als nächstes steht bei uns eine stärkere Vernetzung mit dem Bildungsstreik an. Und vielleicht können wir es auch in Deutschland irgendwann schaffen, dass alle Universitäten und Schulen mehrere Wochen dicht bleiben.“
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