Naziangriff auf Schüler in NRW

Diesee Meldung erschien in der zweiten Ausgabe der Zeitung “Klassen-Kampf” (Mai 2009) auf Seite 3.

Eine böse Osterüberraschung mussten zehn Schüler, darunter acht Aktivisten der LandesSchülerVertretung, in Essen am Ostersamstag erleben. Am Bahnhof wurden sie plötzlich von einer größeren Gruppe bewaffneter Nazis bedrängt.

Die Nazis verletzten mit Teleskopschlagstöcken und Pfefferspray drei Schüler. Am 8. Mai will die rassistische Initiative proKöln ihren sogenannten Anti-Islamisierungskongress wiederholen. Schon jetzt versuchen Neofaschisten an Schulen für das menschenverachtende Weltbild dieser Gruppe zu werben. „Solche Übergriffe sind die traurigen Folgen einer Ideologie, die alle Menschen, die irgendwie anders sind, schon einmal für minderwertig und lebensunwert erklärt hat ganz egal ob sie nun ausländisch, muslimisch oder links-alternativ aussehen“, erklärt Lara Turek von der LSV NRW, die selbstbetroffen war.

Von Seiten der Polizei wird der Vorfall runtergespielt. „Die drei verletzten konnten noch eigenständig den Notruf anrufen und später nach Hause gehen – schwerverletzt können die nicht gewesen sein“, positioniert sich ein Sprecher der Polizei Essen eindeutig. Einen rechten Hintergrund der Täter könne man noch nicht sehen, aber es würde natürlich auch in diese Richtung ermittelt.

Die LSV NRW nimmt die Attacle unterdessen zum Anlass, ihr Engagement gegen Rassismus und Gruppen wie „proKöln“ zu verstärken.

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  1. 1 Artikel von Klassen-Kampf #2 | schulstreik-berlin.de
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