[Be!] 104.950 Schüler demonstrieren für bessere Bildung

Pressemitteilung der SchülerInnen-Initiative „Bildungsblockaden einreißen!“, Berlin, den 12. November 2008

Am heutigen Mittwoch haben rund 104.950 Schüler in 38 Städten für eine grundlegende Wende in der Bildungspolitik demonstriert. Die Schüler fordern unter anderem kostenlose Bildung für alle und ausreichend Personal für individuelle Förderung und wesentlich kleinere Klassen. In Berlin waren 8.000 Schüler auf der Straße

Vor genau drei Wochen haben Politiker in Dresden öffentlichkeitswirksam ihre Hilfe angekündigt. Vor exakt fünf Monaten demonstrierten in einigen Städten Deutschlands bereits über 30.000 Schüler, nachdem in Berlin schon 8.000 ihrem Unmut Luft gemacht hatten. Doch anstatt auf deren Forderungen einzugehen gab es von Seiten der Politik nur leere Worthülsen, die Wiederholung längst gegebener Versprechen und mickrige Finanzzusagen, deren Einhaltung und Gestaltung ungewiss sind.

„Die Politiker haben wieder einmal über die Köpfe von uns Betroffenen hinweg diskutiert, anstatt die Probleme der Schüler anzugehen! Es ist offensichtlich, dass wir unsere Probleme selbst in die Hand nehmen müssen, wenn sich etwas ändern soll“, erklärt Niklas Wuchenauer, Ratsmitglied der LandesSchüler_innenVertretung Berlin.

Die berliner Schülerinitiative fordert:
* Kostenlose Bildung für alle – Die Wiedereinführung der Lernmittelfreiheit!
* Eine Schule für Alle – Weg mit dem dreigliedrigen Schulsystem!
* Nein zu Studien- und Schulgebühren jeglicher Art! Studien- und Ausbildungsplätze für alle!
* Kleinere Klassen – Deutlich mehr LehrerInnen für pädagogisch sinnvolle Gruppengrößen! Zusätzlich: Die Rücknahme der Arbeitszeitverlängerungen der letzten Jahre bei vollem Lohn- und Personalausgleich!
* Nein zum Super-Stress – Die Rücknahme des Abiturs nach 12 Jahren! Nein zu Vergleichsarbeiten!
* Nein zu Sponsoring und Bildungsprivatisierung – Für eine bedarfsgerechte Ausstattung von Schulen, Bildungs- und Jugendeinrichtungen!

In den einzelnen Städten demonstrierten (alphabetisch):

Aachen: 1.000
Ahrensburg: 1.700
Bad Wildungen:
Berlin: 8.000
Bonn: 5.000
Braunschweig: 10.000
Bremen: 7.000
Bremerhaven: 4.000
Cuxhaven: 400
Duisburg: 500
Erfurt: 400
Essen: 1.000 (am 13.11.)
Freiberg: 100
Frankenberg: 800
Frankfurt (Main): 4.000
Gießen: 3.000
Gifthorn: 1.500
Glinde: 700
Göttingen: 3.000
Gotha:
Güthersloh: 650
Hamburg: 8.000
Hannover: 8.500
Jena: 900
Kassel: 3.000
Köln: 2.000
Kiel: 4.500
Laupheim: 500
Lübeck: 2.000
Lünneburg: 5.000
Minden (Westf.):
München: 2.000
Neuruppin: 1.000
Northeim: 1.500
Northeim: 400
Nürnberg: 3.000
Oldenburg: 4.000
Paderborn:
Potsdam: Teilnahme in Berlin
Rostock: 5.000
Schaumburg: Teilnahme in Hannover
Schmölln (Thüringen): Teilnahme in Jena
Stralsund: 500
Stuttgart: 8.000

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