Anlässlich der Zeugnisausgabe an den Berliner Schulen, hat das SchülerInnenbündnis „Bildungsblockaden einreißen“ dazu aufgerufen, Bildungssenator Zöllner für sein Schuljahr zu bewerten. Die Situation an den Berliner Schulen ist noch immer miserabel. Das dreigliedrige Schulsystem verschärft die soziale Ungleichheit. Noch immer fallen zahlreiche Unterrichtsstunden aufgrund des Lehrermangels aus. Die angekündigte Einstellung von nicht einmal 300 LehrerInnen wird die Situation nicht ausreichend verbessern. „Statt die Schulen ausreichend auszustatten, setzt sie der Schulsenator unter Druck, Lehrer aus dem privaten Sektor, anzustellen“, sagt Lee Hielscher von der Landesschülervertretung Berlin.
Die ungewöhnlich guten Noten des Abiturs diesen Jahres basieren auf neuen Notenskalen, welche die Statistik schönen. Sie bedeuten für diejenigen, die in den letzten Jahren keinen Ausbildungs- oder Studiumsplatz bekommen haben, verschlechterte Bedingungen. Gleichzeitig wirft die Stadt für neue Imagekampagnen wie „BeBerlin“ Millionen aus dem Fenster. Dagegen protestierten diesen Montag Schülerinnen und Schüler vor dem Roten Rathaus.
Das Bündnis Bildungsblockaden Einreißen erinnerte mit der Aktion auch an das Ultimatum zu Beginn des neuen Schuljahres, dass am 12. Juni übergeben wurde. Bisher gab es noch keine Antwort oder Vorbereitungen diese Forderungen zu erfüllen. Für den 12. November ist ein bundesweiter Schulstreik geplant.
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