10.11.09: Der todsichere Arbeitgeber Bundeswehr

Jedes Jahr benötigt die Bundeswehr rund 20.000 junge Männer und Frauen, die sich freiwillig als Soldaten auf Zeit melden. Doch die Stellen bei der Bundeswehr sind nicht hoch angesehen, und weil sich alle „Freiwilligen“ schriftlich mit einem Auslandseinsatz einverstanden erklären müssen, gehen nur diejenigen zur Bundeswehr, die sonst keinen Job finden. Dementsprechend ist der Anteil arbeitsloser junger Männer aus den neuen Bundesländern überdurchschnittlich hoch.

Weil aber auch im Osten die Jahrgangsstärken rapide zurückgehen, hat die Bundeswehr ihre Rekrutierungspraxis massiv ausgeweitet. Rollende Reklamekommandos touren durch die Republik und bieten von der Hüpfburg bis zum Modell-Eurofighter die ganze Palette des „Jugendmarketings“ auf. Über 600 derartige Reklameveranstaltungen in der Öffentlichkeit finden 2009 statt.Mit der Veranstaltung sollen zum einen die Methoden der Bundeswehr beleuchtet werden, immer weiter als “nette Armee von nebenan” wahrgenommen zu werden und natürlich auch Möglichkeiten diskutiert werden, gegen die propagandistische Selbstinszenierung und Jugendanwerbung vorzugehen.

Vorträge und Diskussion | 10.11. | 19:00 | Jugendclub “Skandal” (Gryphiusstr. 29)

Eine Veranstaltung der Hellen Panke. Mehr Infos zur Veranstaltun gibts hier.

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