Pressemitteilung zum Bildungsstreik 17/11/11

Heute demonstrierten ca. 6000 Schülerinnen und Schüler, Studierende, Auszubildende, Lehrerinnen und Lehrer so wie etliche weitere von der Bildungsmisere Betroffene auf den Straßen Berlins für mehr Geld für die Bildung.
Das Berliner Bildungsprotest-Bündnis rief zum heutigen Donnerstag zu einem „bundesweiten Bildungsstreik“ welcher sich in die „Global Week of Action for Education“ einbettet auf. Trotz Minusgraden fanden sich gegen 12 Uhr tausende Menschen vor dem Roten Rathaus in der Berliner Innenstadt ein.

NJP_8123.jpg Bereits am Morgen waren von verschiedenen Teilen der Stadt „Zubringerdemonstrationen“, unter Anderem von der Immanuel-Kant-Schule, der Bettina-von-Arnim-Schule, der Thomas-Mann-Schule, dem John-Lennon-Gymnasium, der Kurt-Tucholsky-Schule und dem Carl-von-Ossietzky-Gymnasium gestartet. Die SchülerInneninitiative „Bildungsblockaden einreißen“ (BE!) und dem „Bündnis Streikkomitee Berlin“ (BSB) begrüßten die Beteiligung zahlreicher Streikkomitees, die sich im Vorfeld gegründet hatten. „Wir sehen die heutige Demonstration als Auftakt. Als einen Beginn zahlreicher Aktionen von Schülerinnen und Schülern. Wir wünschen uns, dass Eigeninitiative ergriffen wird, die SchülerInnen für ihre eigenen Interessen eintreten und kleine politische Kämpfe an ihren Schulen führen“ sagt Susanne Frick, Pressesprecherin von BE!.

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Rede auf dem Bildungsstreik 2011

Offener Brief an den Berliner Bildungssenator

Berlin, den 14. November 2011

Sehr geehrter Herr Dr. Jürgen Zöllner,

die Situation für die Schülerinnen und Schüler in Berlin hat sich in den vergangen Jahren nicht verbessert. Die Perspektive für Berliner Schülerinnen und Schüler auf ein auskömmliches Leben in weite Ferne gerückt. Auch die Einführung der Sekundarschule hat eher zu Verschlechterungen der Situation Jugendlicher geführt.

Für viele Schülerinnen und Schüler bedeutet das Ende der Schulzeit den Anfang der Aussichtslosigkeit: In Berlin fehlten im September 2011 nach den Zahlen der Bundesagentur für Arbeit fast 5000 Ausbildungsplätze. Die Tausende an Jugendlichen die in unvergüteten Warteschleifen sitzen sind da noch nicht mitgezählt. Auch für Abiturienten hat sich die Situation verschärft. An den großen Universitäten in Berlin ist kaum noch ein Jugendlicher mit einem Numerus Clausus von größer als 1,3 in Studiengängen zugelassen. Wir fordern den Berliner Senat auf, dem verstärkten Andrang von Schülerinnen und Schülern auf Universitäten und Ausbildungsbetriebe durch die Abschaffung der Zulassungsbeschränkung und den Ausbau der Studien- und Ausbildungsplätze politische Maßnahmen entgegenzusetzen. Zwangsexmatrikulation und Zugangsbeschränkung bei Masterstudiengängen für mehr Kapazitäten im Bachelorbereich sind dabei keine Lösung.

Auch die Selektion im Berliner Schulsystem führt einen Teil der Berliner Schülerschaft systematisch in die Perspektivlosigkeit. Continue reading ‘Offener Brief an den Berliner Bildungssenator’

Soli Party - voller Erfolg!

WoW.

Die Party war ein voller Erfolg.

Wir danken Euch allen für Euer zahlreiches Erscheinen auf der Soli Party.

Wir freuen uns auf die Demo am 17.11.

Gemeinsam lernen zusammen zu kämpfen!

1. Pressemitteilung

PRESSEINFORMATION
Ressorts: Innenpolitik, Bildung, Lokalpolitik
Berlin, 08.11.2011

Bildungsblockaden einreißen! Berlin ruft wieder zum Bildungsstreik

Bis zu 5000 SchülerInnen, StudentInnen, Azubis sowie Angehörige des Lehrpersonals werden sich am Donnerstag, den 17. November an einem Bildungsstreik gegen die Bildungspolitik beteiligen. Die Proteste richten sich vor allem gegen die Verschärfung der Chancenungleichheit an den Schulen durch die Sozial- und Bildungspolitik.
Außerdem wird scharfe Kritik am Bachelor und Mastersystem angebracht und allen gemeinsam ist der Wunsch nach demokratischeren Mitbestimmungsmöglichkeiten.

„Für uns hat sich nichts geändert! Wir wissen, dass nach einem Schulleben voller
Leistungsdruck und Konkurrenzdenken die Situation nur noch verschärft wird“,
so Florian Bensdorf von der Schülerinitiative „Bildungsblockaden einreißen!.
„Die Doppeljahrgänge führen zum Kollaps an den Universitäten und mangelnde
Ausbildungsmöglichkeiten werden viele junge Menschen direkt nach der Schule in die Arbeitslosigkeit entlassen.“

“Bildungsblockaden einreißen!” ruft deshalb die Berliner SchülerInnen sowie alle
anderen Betroffenen der Bildungsmisere dazu auf, am 17. November nicht in die Schule zu gehen, sondern sich an der Demonstration um 12 Uhr vor dem Roten Rathaus zu beteiligen. Dort wollen sich die Bildungsaktivisten der Gewerkschaften, Parteien, Sozialverbänden und anderen Kritikern der Bildungspolitik treffen, um ihren Protest gemeinsam durch die Berliner Innenstadt zu tragen.

„Wir sind Tausende, die in den Schulen und Universitäten ob lernend oder lehrend
selektiert und verwertet werden sollen. Wir werden auch Tausende sein, die deutlich machen, dass wir da ein Wörtchen mitreden wollen!“ so eine junge Aktivistin.
Anknüpfen möchte die Initiative mit dieser Aktion an die “Bildungsstreiks” der
vergangenen 3 Jahre. Damals waren zehntausende Schüler und Studierende in
Dutzenden Städten wochenlang gegen die Zustände im Bildungssystem auf die
Straßen gegangen und hatten Universitätsgebäude besetzt.

AKTUELL

ARCHIV

Schüler rocken Sparpaket Demo

Am 26. November sind über 1000 Schüler_innen vom Potsdamer Platz zum bundestag gezogen und haben dort auf ihre Belange aufmerksam gemacht. Dort startete dann der große Demozug mit insgesamt ca. 4000 Teilnehmer_innen an der Bannmeile entlang. Im Verlauf der Demo gelang es, die CDU-Zentrale zu belagern und die Forderung nach einer Rücknahme des Sparpakets zu verdeutlichen.

Wie zu erwarten wurde das Sparpaket noch am gleichen Tag beschlossen. Damit haben jetzt über 6,5 Millionen Hartz-IV Empfänger_innen sowie Wohngeldempfänger_innen weniger Geld in der Tasche. Für uns kann das nur eins bedeuten: Wir müssen weiterkämpfen! Bis zum nächsten Mal!

17.11.2010: Rave der Bildungsleichen

Der Abend der untoten Bildungsopfer:

Uaaaaaaahhhrg. Fühlst du dich nicht auch manchmal wie ne Leiche? Diese apathische untote Gefühl jeden Morgen auf den Weg zu Schule und Uni. Den fauligen und toten Geschmack im Mund nach der ersten Kippe auf dem Schulhof? Das Gefühl dir explodiert gleich dein Schädel in der Mathestunde. Sprechen wir´s doch mal aus. Schule und Uni sind extrem gesundheitsschädlich. Das frühe Aufstehen, der Leistungsdruck, der Stress, die ganzen Drogen, das Reck und vor allem dieses magengeschwürproduzierende Lernen von irgendwelchen Zeug das uns meist nicht die Bohne interessiert! Es scheint darum zu gehen uns zu lebendigen Leichen zu machen. Unsere Willen brechen, unsere Psyche ruinieren und uns die letzte Hoffnung zu rauben. Und dann uns Gehirnwäsche mässig dazu zwingen irgendwelchen Unfug auswendig zu lernen. Und am Ende sind wir willwillenlos und apathisch genug um uns ohne grosses Meckern in den Arbeitsmarkt einzufügen. Menschliche Wracks halt, total untot.

Um der Gesellschaft auf erschreckende Art und Weise vorzuführen was für psychotische, gestörte und kaputte Leichen Schule und Uni tagtäglich aus einst so lebensfrohen und kreativen jungen Menschen wie uns macht, treffen wir uns am 17.November, dem „international students action day“ zum ersten „Rave der Bildungsleichen!“ unter dem Motto „Für ein nicht-tödliches Bildungssystem!“. Kaputt, Abgewrackt und vom Stress gezeichnet wie wir sind wollen wir im Adventsverkauf durch die Berliner
Innenstadt ziehen und den ganzen anderen Zombies eindrucksvoll vorführen wie fertig wir sind. Den nicht nur Sport ist Mord! Sondern auch Mathe, Bio, Deutsch, Französisch, English, PW und der ganze andere Rest.

15 Uhr | GEW-Demo | Alexanderplatz
18 Uhr | Tachelses Hof | Oranienburgerstr. 54-56a | Berlin – Mitte

Für Musik ist gesorgt. Stylt euch bitte so „Leichenmässig“ und denkt an Zombie Accessoires!

Schulstreik in Kurdistan

In Nordkurdistan und der Türkei sind Schulen Orte an denen besonders
scharf Nationalismus, Ausgrenzung und Assimilation vermittelt werden.
Angefangen vom allmorgendlichen Fahneneid unter dem Motto „Ich bin Türke,
ich bin aufrichtig und fleißig“ bis hin zum Verbot einer anderen Sprache
oder Identität als der Türkischen über das Unterdrückung jeder Form von
anderer Religion oder Weltanschauung als die des sunnitischen Islam,
dienen die Schulen als Projekte des Spezialkriegs, einerseits um neue
Soldaten zu schaffen und Loyalität zu sichern und andererseits um die
Menschen die nicht in dieses Schema passen, zu überwachen, auszugrenzen
und zu verfolgen. Gerade in den kurdischen Provinzen kommt es häufig zu
Aufständen gegen das Schulsystem und die häufigen Misshandlungen durch
Lehrkräfte.

Nachdem Erfolg der kurdischen Bewegung im Boykott des
Verfassungsreferendums wird nun dieses Schulsystem dass der Assimilation
dient angegangen.

Unter der Forderung nach Ausbildung in Muttersprache begann am Montag, den
20.09. ein wöchiges Boykott der Schulen in Kurdistan. Continue reading ‘Schulstreik in Kurdistan’

“Klassen-Kampf” geht in die 2. Runde

klassenkampf2_seite1Noch ziemlich genau 5 Wochen und dann ist es so weit: Vom 15. bis zum 19. Juni wird es in ganz Deutschland und darüber hinaus Aktionen im Rahmen des Bildungsstreiks geben. Genau zum richtigen Zeitpunkt kommt heute die zweite Ausgabe der Mobilisierungszeitung “Klassen-Kampf” in Berlin an.

Auf 8 Seiten beleuchtet die Zeitung (download, Inhalt) die massiven Probleme im Bildungssystem und Möglichkeiten zum Widerstand - von A wie Aktionsideen über S wie Schulbesetzungen und Selektion bis Z wie Zeugnisnoten.

Über 300.000 SchülerInnen in Berlin warten auf eine der 20.000 Schulstreik-Zeitung - und Du kannst dem Warten ein Ende bereiten! In folgenden Locations kannst Du dir Zeitungen abholen - zum Selberlesen oder Weiterverteilen:

Wenn ihr größere Mengen haben wollt - oder einfach so eure Meinung über die Zeitung loswerden möchtet, könnt ihr euch gerne an klassenkampf [at] schulstreik-berlin [dot] de wenden!