Heute demonstrierten ca. 6000 Schülerinnen und Schüler, Studierende, Auszubildende, Lehrerinnen und Lehrer so wie etliche weitere von der Bildungsmisere Betroffene auf den Straßen Berlins für mehr Geld für die Bildung.
Das Berliner Bildungsprotest-Bündnis rief zum heutigen Donnerstag zu einem „bundesweiten Bildungsstreik“ welcher sich in die „Global Week of Action for Education“ einbettet auf. Trotz Minusgraden fanden sich gegen 12 Uhr tausende Menschen vor dem Roten Rathaus in der Berliner Innenstadt ein.
Bereits am Morgen waren von verschiedenen Teilen der Stadt „Zubringerdemonstrationen“, unter Anderem von der Immanuel-Kant-Schule, der Bettina-von-Arnim-Schule, der Thomas-Mann-Schule, dem John-Lennon-Gymnasium, der Kurt-Tucholsky-Schule und dem Carl-von-Ossietzky-Gymnasium gestartet. Die SchülerInneninitiative „Bildungsblockaden einreißen“ (BE!) und dem „Bündnis Streikkomitee Berlin“ (BSB) begrüßten die Beteiligung zahlreicher Streikkomitees, die sich im Vorfeld gegründet hatten. „Wir sehen die heutige Demonstration als Auftakt. Als einen Beginn zahlreicher Aktionen von Schülerinnen und Schülern. Wir wünschen uns, dass Eigeninitiative ergriffen wird, die SchülerInnen für ihre eigenen Interessen eintreten und kleine politische Kämpfe an ihren Schulen führen“ sagt Susanne Frick, Pressesprecherin von BE!.
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Berlin, den 14. November 2011
Sehr geehrter Herr Dr. Jürgen Zöllner,
die Situation für die Schülerinnen und Schüler in Berlin hat sich in den vergangen Jahren nicht verbessert. Die Perspektive für Berliner Schülerinnen und Schüler auf ein auskömmliches Leben in weite Ferne gerückt. Auch die Einführung der Sekundarschule hat eher zu Verschlechterungen der Situation Jugendlicher geführt.
Für viele Schülerinnen und Schüler bedeutet das Ende der Schulzeit den Anfang der Aussichtslosigkeit: In Berlin fehlten im September 2011 nach den Zahlen der Bundesagentur für Arbeit fast 5000 Ausbildungsplätze. Die Tausende an Jugendlichen die in unvergüteten Warteschleifen sitzen sind da noch nicht mitgezählt. Auch für Abiturienten hat sich die Situation verschärft. An den großen Universitäten in Berlin ist kaum noch ein Jugendlicher mit einem Numerus Clausus von größer als 1,3 in Studiengängen zugelassen. Wir fordern den Berliner Senat auf, dem verstärkten Andrang von Schülerinnen und Schülern auf Universitäten und Ausbildungsbetriebe durch die Abschaffung der Zulassungsbeschränkung und den Ausbau der Studien- und Ausbildungsplätze politische Maßnahmen entgegenzusetzen. Zwangsexmatrikulation und Zugangsbeschränkung bei Masterstudiengängen für mehr Kapazitäten im Bachelorbereich sind dabei keine Lösung.
Auch die Selektion im Berliner Schulsystem führt einen Teil der Berliner Schülerschaft systematisch in die Perspektivlosigkeit. Continue reading ‘Offener Brief an den Berliner Bildungssenator’
WoW.
Die Party war ein voller Erfolg.
Wir danken Euch allen für Euer zahlreiches Erscheinen auf der Soli Party.
Wir freuen uns auf die Demo am 17.11.
Gemeinsam lernen zusammen zu kämpfen!
Feiert mit uns für Solidarität und freie Bildung!
Alle Einnahmen sind für den Bildungsstreik am 17.11.2011
Eintritt: 3-5 Euro
Line Up: Sebastian Bosch
Reducation
SQ-Z-Bros
Special: bis elf Uhr elf bekommt jeder einen GRATIS Shot..danach jeder Elfte!
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K9 am U-Bahnhof Samariterstraße
Kinzigerstraße 9
Berlin, Germany
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Teile der Uni Leipzig besetzt
Diesee Meldung erschien in der zweiten Ausgabe der Zeitung “Klassen-Kampf” (Mai 2009) auf Seite 2.
Seit dem 15. April sind Teile der Universität Leipzig besetzt. Etwa 50 Aktivisten besetzten das Geisteswissenschaftliche Zentrum der Universität. Sie protestieren damit gegen die untragbaren Studienbedingungen die als Folge des „Bologna-Prozesses“ und der massiven Unterfinanzierung der Bildungseinrichtungen überall zu spüren sind.
Bereits am zweiten Tag der Besetzung zogen die Aktivisten in 5 Räume des Neuen Seminar-Gebäudes um – denn eines war klar: Die Diskussion um Bildungsblockaden und die Frage, wie sie eingerissen werden können, braucht Zeit und Raum. Seit mehreren Wochen wohnt, kocht und diskutiert die sehr gemischte Gruppe in den besetzten Räumen gemeinsam. „Den ganzen Tag lang gibt es hier Infostände und offene Workshops für alle, in denen wir mit allen interessierten über die Probleme im Bildungsbereich und gesellschaftliche Gründe dafür diskutieren“, so eine Besetzerin. Unter den anderen Studierenden und auch bei einigen Professoren gebe es viel Zustimmung für die Aktion. Auch vom Rektorat der Universität würde mit Verständnis reagiert. „Als nächstes steht bei uns eine stärkere Vernetzung mit dem Bildungsstreik an. Und vielleicht können wir es auch in Deutschland irgendwann schaffen, dass alle Universitäten und Schulen mehrere Wochen dicht bleiben.“
Terroristenjagd: Schulstreiker von Polizei gesucht
Diese Meldung erschien in der zweiten Ausgabe der Zeitung “Klassen-Kampf” (Mai 2009) auf Seite 6.
Mit Fahndungsplakaten werden nicht nur vermeintliche Al-Qaida-Terroristen gejagt. Die Berliner Polizei hält 37 Schüler für gefährlich genug, um nach ihnen mit öffentlich ausgehängten Fahndungsplakaten zu suchen. Vorgeworfen wird ihnen, sich am 12. November am bundesweiten Schulstreik und der Streikdemo in Berlin beteiligt zu haben. Bei dieser Demonstration für eine ganz andere Bildungspolitik, an der sich 10.000 Schülerinnen und Schüler beteiligten, kam es zu eine kurzfristigen Besetzung der Humboldt Universität. Während dieser Besetzung wurden ein paar Manager, die sich das Audimax der Uni für ein Meeting gemietet hatten, aufgeschreckt und unzählige Klopapierollen durch die Gegend geworfen.
Leider wurde in dieses ganzen Trubel auch eine Ausstellung über jüdische Unternehmen während der Nazizeit beschädigt. Politik, Medien und Polizei nutzten diesen bedauerlichen Zwischenfall um den Schulstreik zu kriminalisieren. Der Höhepunkt dieser Kriminalisierung sind die Fahndungsplakate, welche die Polizei seit April aushängt. Den Abgebildeten wird u.a. besonders schwerem Landfriedensbruch, gefährlicher Körperverletzung und Volksverhetzung unterstellt.
Es ist wichtig sich von der Polizei nicht einschüchtern zu lassen. Sorgt dafür das die Fahndungsplakate in euren Schulen nicht hängen. Und nicht vergessen: Petzen sind das letzte. Denn auf den Fahndungsfotos sind zwar nur 37 SchülerInnen, doch gemeint sind wir alle.
Boss-Napping: Manager von Streikenden entführt
Diesee Meldung erschien in der zweiten Ausgabe der Zeitung “Klassen-Kampf” (Mai 2009) auf Seite 5.
Es ist Krise und während man in Deutschland schufften geht in der Hoffnung, dass irgendwann wieder alles besser wird, haben sich französische Arbeiter eine neue Form des Protestes einfallen lassen. Sie bemerkten wie wir auch, dass viele Chefs noch nicht einmal dazu bereit sind mit ihren Angestellten über Probleme zu reden, weshalb sie sich eine neue Aktionsform ausgedacht haben: das „Bossnapping“.
Wie der Name schon vermuten lässt wird hierbei der Boss gekidnappt. Das heißt aber nicht, dass man diesen einfach wie im Actionfilm in einen Kofferraum sperrt und durch die Gegend chauffiert (wäre natürlich auch lustig, aber es hat ja nicht immer jemand eine Kamera dabei), sondern das man ihn einfach nicht mehr aus seinem Büro heraus lässt, wodurch er zu Verhandlungen mit Arbeitnehmervertretern gezwungen ist.
Diese für viele unerwartete und drastische Aktionsform zeigt die ganze Wut französischer Angestellter und hat auch schon für erste Erfolge gesorgt, so hat sich zum Beispiel der Caterpilar-Manager (ihr wisst schon Caterpillar sind die mit den Baggern und Bulldozern) dazu bereit erklärt weniger Stellen zu streichen als geplant. Ob zu den 6 bekannten „Bossnapping“-Aktionen (u.a. bei Sony) noch welche hinzukommen und ob dieses Aktionskonzept auch in anderen Ländern Anklang findet, wird man sehen. Gerüchten zu Folge haben einige Manager schon schlotternde Knie. Es bleibt abzuwarten, ob Schüler und Studenten auf die Idee kommen, diese Aktionsform in den kommenden Bildungsproteste aufzugreifen.
Studis wollen Streik: Vollversammlungen in Berlins Unis
Diesee Meldung erschien in der zweiten Ausgabe der Zeitung “Klassen-Kampf” (Mai 2009) auf Seite 4.
Zur Vorbereitung des bundesweiten Bildungsstreiks hat es an den Berliner Universitäten studentische Vollversammlungen gegeben. Die Themen reichten von der Protestwochenplanung über den Streß mit dem Bachelor und die allgemein schlechten Studienbedingungen bis zur Finanzmisere der Hochschulen.
Überschattet wurde die FU-Vollversammlung, die sich auch gegen den Demokratieabbau an Unis aussprach, von einer Aktion der Berliner Polizei. Sie sicherte sich offenbar einen Audiomitschnitt.
Bereits jetzt planen die Studenten Protestaktionen in über 20 Städten und es besteht die akute Gefahr, das diese wie schon der letzte Schulstreik in Berlin kriminalisiert werden.
Auch in Potsdam schlossen sich die Studierenden bei einer VV den Bildungsprotesten an. Mit überwältigender Mehrheit verabschiedeten 541 der 555 Anwesenden vier Kernforderungen. Neben der Verbesserung der Lernbedingungen und mehr Selbstbestimmung fordern sie vor allem eine Demokratisierung des Bildungssystems und kostenfreie Bildung für alle frei von Selektion und Konkurrenzdenken.