Seit dem 1. Mai sitzen die20- und 17-Jährigen Waldorfschüler im Knast. 7 Monate lang müssen sie Tag für Tag ihr Leben in eine wenige Quadratmeter kleine Zelle zwängen, die von grauen Wänden und einer massiven Stahltür begrenzt wird. Der Grund: Ihnen wird vorgeworfen, am vergangenen 1. Mai einen Molotow-Cocktail auf Polizisten geworfen zu haben.
Doch je länger der Prozess läuft, desto klarer wird: Die beiden sind unschuldig! Zeugen, die die Täter gesehen haben, erklären vor Gericht, dass Yunus und Rigo nicht die Täter sind, Beweisvideos der Polizei verschwinden einfach, Zivilpolizisten müssen zugeben, dass sie ihre Berichte gefälscht haben und obwohl der Molotow-Cocktail noch im Flug so viel brennende Flüssigkeit verlor, dass eine Frau von Spritzern gefährlich verletzt wurde, finden sich weder an den Händen noch an den Kleidungsstücken von Yunus und Rigo Spuren. Trotzdem sitzen die beiden wegen angeblicher “Fluchtgefahr” noch immer im Knast, wo sie zwischenzeitlich ihre Abitur- bzw. MSA-Prüfungen abgelegt haben. Dieser Prozess stinkt zum Himmel! Polizei, Staatsanwaltschaft und Gericht wollen eine Verurteilungen um jeden Preis durchboxen, um linke Politik zu kriminalisieren und Menschen von Demonstrationen abzuschrecken - mit Rechtsstaatlichkeit hat das Ganze aber nichts mehr zu tun!
Weitere Infos: Solidaritätserklärung von “Bildungsblockaden einreißen!”, Website der Solidaritätsgruppe für Yunus und Rigo
Freiheit für Yunus und Rigo-Demo | 19.12. | 14:00 | U Weinmeisterstr.
In den letzten Jahren wurde der staatliche Überwachungsapparat im Rahmen des „Kriegs gegen den Terror“ massiv ausgebaut. Ob in Bussen, Bahnen oder auf öffentlichen Plätzen: Abertausende Überwachungskameras beobachten und speichern jede Bewegung. Der Überwachungswahn geht im Internet weiter: Seit Anfang 2008 werden auf Grund der Vorratsdatenspeicherung umfangreiche Informationen über jedes Telefonat (wer, hat von wo, wann, wen, wie lange angerufen), jede SMS, jede Email und jede Internetnutzung gespeichert.