Am 10. Dezember wollen sich die Bildungsminister aller Bundesländer zur Kultusministerkonferenz (KMK) in Bonn treffen. Seit Jahren werden dort die “Reformen” in der Bildung geplant und koordiniert. Neben der Einführung des Abiturs in 12 Jahren, was für Millionen SchülerInnen extremen Lernstreß bedeutet hat, gehen auch die Schülerdateien und die Umsetzung des Bologna-Prozesses in Deutschland auf das Konto der KMK. Höchste Zeit also, mal so richtig laut zu werden! Wir haben lange genug nett und lieb um Verbesserungen gebeten. Am 10.12. werden wir der KMK mit ihrem selbstherrliche Gerede einen bundesweiten Protest mit vielfältigen Aktionen von Demonstrationen bis Blockaden entgegensetzen!
Von uns aus können die Minister in ihren Luxus-Tagungsräumen schmoren, bis sie unsere Forderungen endlich umgesetzt haben - wenn wir für die nächste Arbeit lernen müssen fragt uns schließlich auch niemand, ob wir nicht lieber Computer spielen, lesen oder uns mit FreundInnen treffen wollen!
Der KMK so richtig einheizen! Protestieren, Blockieren - nehmen wir unsere Angelegenheiten in die eigene Hand!
Kultusminister nachsitzen! | 10.12. | 13:00 | Bad Godesberger Bahnhof
Busse aus Berlin fahren Donnerstag früh hin und kommen spät nachts wieder. Tickets gibts ab 10 Euro, Kontakt: auf_zur_kmk@activist.com
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In den letzten Jahren wurde der staatliche Überwachungsapparat im Rahmen des „Kriegs gegen den Terror“ massiv ausgebaut. Ob in Bussen, Bahnen oder auf öffentlichen Plätzen: Abertausende Überwachungskameras beobachten und speichern jede Bewegung. Der Überwachungswahn geht im Internet weiter: Seit Anfang 2008 werden auf Grund der Vorratsdatenspeicherung umfangreiche Informationen über jedes Telefonat (wer, hat von wo, wann, wen, wie lange angerufen), jede SMS, jede Email und jede Internetnutzung gespeichert.
Warm-Up-Party | 11.09.09 | 22:00 | Schnarup-Thumby (Scharnweberstr. 38)
Freiheit statt Angst-Demo | 12.09.09 | 15:00 | Potsdamer Platz | Antikapitalistischer Block
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Anlässlich der Einführung der Schülerdatei hat der Chaos Computer Club (CCC) zu einem Datenboykott aufgerufen. Mit einem formlosen Schreiben kann jede Schülerin und jeder Schüler der Schule verbieten, für die Schülerdatei Daten zu speichern, weiterzugeben oder zu verarbeiten. Dieses Verbot ist verbindlich und kann nicht einfach so umgangen werden. Und selbst wenn am Ende ein Gericht zugunsten der Bildungsverwaltung entscheidet, kann man mit diesem Boykott nicht nur symbolisch seinen Protest verdeutlichen, sondern auch Sand ins Getriebe der Datensammel- und Überwachungswut der Politik streuen.
Boykottiert die Schülerdatei!
Hier die Vorder- und Rückseite des Mobilisierungsflyers der SchülerInnen-Initiative “Bildungsblockaden einreißen!” zur Demonstration gegen die Schülerdatei am 25.02.09. Zum Download einfach auf die Vorschaubilder klicken:
Titel: Demo: Bildung statt Überwachung!
Nein zur Schülerdatei!
Ort: Axel-Springerstr./Beuthstr. (U Spittelmarkt) vor der Senatsverwaltung für Bildung
Beschreibung: Der rot-rote Senat plant, möglichst noch im Februar, eine so genannte „Schülerdatei“ einzurichten. Dort sollen sämtliche persönliche Informationen wie z.B. der Migrationshintergrund, die finanzielle Situation der Eltern und ggf. erhaltener Nachhilfeunterricht zentral erfasst und gespeichert werden. Vorgeblich soll die Schülerdatei den Zweck erfüllen, LehrerInnen besser auf die Schulen zu verteilen. In Wirklichkeit wird sie aber nichts an den bisherigen
Planungsschwierigkeiten ändern.
Während die Politiker in der Vergangenheit immer wieder betonten, dass nicht genug Geld da sei, um ausreichend LehrerInnen zu einer anständigen Bezahlung einzustellen, sind jetzt offenbar 22 Mio Euro vorhanden, um eine Datei einzurichten, die am miserablen Bildungssystem nichts ändert, sondern im Gegenteil die Grundrechte der Schülerinnen und Schüler einschränkt und sozial Schwache und Menschen mit Migrationshintergrund weiter stigmatisiert.
Die Schülerdatei wird für uns Schülerinnen und Schüler keine Vorteile bringen, vielmehr birgt sie die Gefahr für eine umfassende Überwachung der Schülerinnen und Schüler missbraucht zu werden. Sie ist Ausdruck einer bedenklichen gesellschaftlichen Entwicklung hin zu mehr Überwachung und Kontrolle. Telefonüberwachung, Vorratsdatenspeicherung, Kameraüberwachung, Bundes-Trojaner und die Patientendatei sind nur einige Beispiele dieser gesellschaftlichen Entwicklung. Jetzt sind auch die Berliner Schülerinnen und Schüler von dieser Entwicklung betroffen. Nachdem sich die Situation von Schülerinnen und Schülern in den letzten Jahren durch Büchergelder, immer größer werdende Klassen und steigenden Leistungsdruck permanent verschlechtert hat, sollen die Überwachungsphantasien der Politiker nun auch in der Schule Einzug erhalten.
Doch wir sollten uns das nicht gefallen lassen. Wir brauchen eine selbstbestimmte Bildung und kein Überwachung und Kontrolle der Berliner Schülerinnen und Schüler. Lasst uns am 25. Februar auf die Straße gehen und unsere Stimme gegen diesen Blödsinn erheben.
Wir brauchen Bildung und keinen Big Brother!
Weitere Infos unter www.schuelerdatei-berlin.de
Startzeit: 16:00
Date: 2009-02-25
Endzeit: 18:30