Das Militär ist kein normaler Arbeitgeber!
Proteste gegen Rekrutierungsversuche der Bundeswehr an der Alfred-Wegener-Oberschule (Im Gehege 6, Berlin-Dahlem) in Berlin am 28ten Juni ab 10 Uhr.
Fährt der Panzer die neuen Rekrut_innen demnächst direkt vom Schulhof in die Kaserne? Dies bleibt in unmittelbarer Zukunft zumindest unwahrscheinlich, jedoch ist in letzter Zeit eine massive Militarisierung der Bildungseinrichtungen sichtbar geworden. Ein wichtiger Vorstoß derjenigen, die die Präsenz der Bundeswehr an Schulen befürworten, stammt von der CDU-Fraktion der Steglitz-Zehlendorfer Bezirksverordnetenversammlung (BVV):
Ihrer Meinung nach solle das Bezirksamt den Schulen empfehlen, Informationsveranstaltungen mit Jugendoffizieren der Bundeswehr regelmäßig durchzuführen (dem stimmten die Grünen in der BVV zu). Schon der Name des Antrags vom 6ten Dezember lässt aufhorchen: “Bundeswehr an die Schulen”! Explizit ist die Rede von “Rekrutierung” des zukünftigen “Führungspersonals”.
Am 28ten Juni sollen Schüler_innen der Alfred-Wegener-Oberschule durch Jugendoffiziere über Berufsperspektiven informiert werden (so wie insgesamt ca. 400.000 ihrer Mitschüler_innen in Deutschland im Jahr 2009). Die Veranstaltung findet jährlich statt, über Details schweigt sich die Schulleitung aus. In der Regel besteht bei derartigen Veranstaltungen Anwesenheitspflicht!
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Im Vorfeld des Schulstreiks wollen wir mit allen, die mit uns für eine gerechte und freie Bildung kämpfen, eine Tanz-in-den-Streik-Party feiern.
Bei guter elektronischer Musik, leckeren Gertränken und angenehmen Leuten zeigen wir schon am Freitag, dass wir keinen Bock mehr auf die Kürzungen und leeren Versprechungen der Politik haben. “Bildungsblockaden wegfeiern!”
DJs: Sebastian Bosch, Van Dalism und weitere.
4.Juni .. 22 Uhr .. Rauchhaus (Mariannenplatz 1A)
Eintritt: 3-5 EUR.
Am 24. April hat Mumia Abu-Jamal seinen 56. Geburtstag. Als politischer Gefangener und Opfer von Rassismus und Klassenjustiz sitzt er seit über 28 Jahren im Todestrakt von Pennsylvania, USA. Die knapp drei Jahrzehnte andauernde Isolationshaft hat ihn jedoch nicht gebrochen. Im Gegenteil - heute lesen und hören viel mehr Menschen seine wöchentlichen politischen Analysen und lesen seine Bücher als vor seiner Inhaftierung. Ihn zum Schweigen zu bringen, ist den Herrschenden nicht gelungen. Mumia ermuntert Menschen weltweit, ihre Verhältnisse zu hinterfragen und zu ändern.
Obwohl ihn die Eliten Pennsylvanias schon mehrfach hinrichten lassen wollten, lebt Mumia aufgrund weltweiter Solidarität und kämpft weiter gegen Ausbeutung, Rassismus und Krieg. Daher an diesem Tag Kundgebung mit
Kundgebung mit Live-Musik | 24.4. | 16:00 | Heinrichplatz
Live-Musik von YOK (Pocketpunk aus der Quetsche); Pyro One (Hip Hop) & DJ Bulet (Soul/Hip Hop)
Mehr Informationen: mumia-hoerbuch.de
Antimilitaristisches Konzert der SDAJ Berlin
Die Bundeswehr tritt immer häufiger in der Öffentlichkeit auf - mit Infoständen auf Messen, eigenen Sport-Events oder Veranstaltungen an Schulen. Hier wirbt sie um Jugendliche, die auf der Suche nach einer beruflichen Perspektive sind. Gegen dieses Werben fürs Sterben setzt sich die SDAJ ein. Im Rahmen der bundesweiten Kampagne organisiert sie antimilitaristische Veranstaltungen und Konzerte und versucht sich der Bundeswehr durch Störaktionen auf deren Veranstaltungen entgegenzustellen. Zudem setzt sie sich für die Einrichtung „Bundeswehrfreie Zonen“ ein – Jugendzentren, insbesondere aber Schulen, in die die Bundeswehr mit ihrer Werbung gar nicht erst reinkommt.
Nach einigen antimilitaristischen Kurzfilmen ab 19:00 treten der Hip-Hopper Sinan und die Band Pech und Würfel auf, um gemeinsam gegen Militarismus zu rocken…
Konzert: Beats against Militarism | 24.4. | 20:00 | K9 (Kinzigstr. 9)
Einlass: 4 Euro, ab 19:30 5 Euro (für SchülerInnen) Weiterlesen…
Gegen Perspektivlosigkeit und Leistungsterror!
Der Wecker klingelt. Vor einem liegen 7 Stunden Unterricht. In hoffnungslos überfüllten Klassen sollen wir uns den Stoff von jetzt auf gleich merken und am besten nie wieder vergessen – ob wir uns dafür interessieren, oder wenigstens kapieren, was uns da so erklärt wird, ist egal. Und so geht der Stress dann auch nach der Schule meistens weiter: Hausaufgaben, Tests oder Arbeiten vorbereiten – zu tun gibt es viel, wenn man „später mal einen Job bekommen und nicht mit Hartz IV vor sich hinvegetieren will“, wie die Lehrer uns immer wieder eintrichtern.
Der Leistungsdruck hat dabei in den letzten Jahren für viele sogar noch zugenommen. An den Haupt- und Realschulen haben viele überhaupt keine Perspektive mehr und sollen mit autoritären Methoden trotzdem diszipliniert werden. An den Gymnasien wurde gerade die Abiturzeit von 13 auf 12 Jahre verkürzt, das bedeutet in erster Linie mehr Stoff in weniger Zeit. Ob an Haupt-, Real, Berufsschulen oder Gymnasien: Die Konkurrenz um Abschlüsse, Jobs und Noten hat sich verschärft und von Selbstbestimmung ist dieses Bildungssystem meilenweit entfernt.
Stattdessen wird nach der 6. Klasse selektiert und die SchülerInnen in 3 Kategorien von „clever“ bis „Versager“ eingeteilt und schon dadurch dazu gemacht. Dass vor allem sozial Schwache und Menschen mit Migrationshintergrund auf dem gesellschaftlichen Abstellgleis Hauptschule landen, zeigt die ganze Brutalität dieses Systems. Von Chancengleichheit kann keine Rede sein. Dass es bald nur noch 2 statt 3 Schultypen geben wird, macht das ganze auch nicht besser.
Schluss mit der Scheiße!
Bildet euch, bildet andere, bildet Banden!
Schul- und Bildungsstreik | 9. Juni 2010 | 12:00 | Rotes Rathaus
Plakate, Flyer und Sticker zum Schul- und Bildungsstreik können im Buchladen Schwarze Risse (Kreuzberg: Gneisenaustr. 2a, 2. Hinterhof, U Mehringdamm / Prenzl’Berg: Kastanienallee 85, U Eberswalder Str.) und im RedStuff (Waldemarstr. 110, U Görlitzer Bahnhof) abgeholt werden. Weiterlesen…
Ya Basta! mit dem Bildungsmorast!
Im Zuge des Bildungsstreiks am 17. November haben wir die Aula unserer Schule vier Tage lang besetzt und einen kritischen Brief an den Berliner Senat verfasst. Die Antwort, die wir daraufhin vom Senat bekamen, hat uns mal wieder gezeigt, dass wir nicht ernst genommen werden.
Aber wir lassen uns nicht mit fadenscheinigen Antwortschreiben abspeisen, desween planen wir für Mai eine bunte und vielfältige Protestaktion vor dem Berliner Rathaus mit Theateraction, Workshops und noch mehr.
Wir wollen zeigen, dass unser Protest nicht verstummt ist und dass wir nicht aufhören werden zu kämpfen. Für den 31.3.10 haben wir eine Infoveranstaltung in der K9 organisiert, um uns mit euch zu vernetzen und ein Orga-Team auf die Beine zu stellen.
Info- und Planungsveranstaltung | 31.3.10 | 16:00 | K9 (Kinzigstr. 9)
Immer häufiger tritt die Bundeswehr in der Öffentlichkeit auf - mit Infoständen auf Messen, eigenen Sport-Events oder Veranstaltungen an Schulen. Slogans wie “Du suchst Zukunft? Wir bieten sie!” scheinen sichere Arbeits-, Ausbildungs- und Studienplätze zu versprechen. Doch wie sieht die Realität Jugendlicher in der Bundeswehr aus? Welches Interesse hat die Bundewehr an den Jugendlichen? Und mit welchen Mitteln wirbt sie? Diesen und weiteren Fragen wollen wir auf unserer Informations- und Diskussionsveranstaltung über “Bundeswehragitation unter Jugendlichen” nachgehen. Referent ist Michael Schulze von Glaßer von der Informationsstelle Militarisierung, der bereits zahlreiche Beiträge zu diesem Themenbereich verfasst hat. Informier Dich! Dein Leben ist es wert!
Diskussionsveranstaltung | 26.3.10 | 19:30 | Jonasstr. 29
Eine Veranstaltung der SDAJ Berlin im Rahmen der Kampagne “Bundeswehrfreie Zone”.
Das Militär ist kein normaler Arbeitgeber!
Am 26ten März sollen Schüler_innen der Kursoberstufe des Schadow-Gymnasiums (an dem Bücher des “Militärgeschichtlichen Forschungsamtes” der Bundeswehr als Unterrichtsmaterialien eingesetzt werden) im Rahmen eines „Beratungstages“ über Berufsperspektiven informiert werden.
Im Bereich „Militärlaufbahn“ ist die Bundeswehr bei der jährlich stattfindenden Veranstaltung eine gern gesehener Partnerin und auch abseits davon sind Jugendoffiziere willkommene Referenten: 2009 durften sie den Schüler_innen zuletzt die militärische Situation (und Notwendigkeit) der deutschen Auslandseinsätze (Schwerpunkt Afghanistan) erläutern. In der Regel besteht bei derartigen Veranstaltungen Anwesenheitspflicht!
Wir wollen widersprechen, denn die alleinige Aufgabe von Militärapparaten ist Vorbereitung, Bereitschaft und Durchführung von Krieg. Die Aufgabe von Jugendoffizieren ist die Herstellung von Akzeptanz und Befürwortung von Bundeswehr und Wehrpflicht (im Militärsprech: “Erhaltung und Festigung des Grundkonsens über die Sicherheits- und Verteidigungspolitik Deutschlands”).
Ein solcher “Grundkonsens” existiert jedoch weder in den Ländern, in denen Deutschland Krieg führt, noch an der “Heimatfront”! Die große Mehrheit in Deutschland lehnt sowohl den Afghanistan-Einsatz als auch die Wehrpflicht, die schlicht Zwangsarbeit darstellt, ab. Die propagierte “Militärlaufbahn” ist eine Ausbildung zum Morden (und immer öfter auch Sterben)!
Und so wollen auch wir der Bundeswehr am 26ten März nicht das “Feld” überlassen und rufen alle Schüler_innen, Bildungsaktivist_innen, Lehrer_innen, Eltern, Friedensbewegte und Antimilitarist_innen zur Teilnahme an einer Kundgebung vor der Schule und kreativen Störaktionen auf.
Weitere Infos: http://klassenkampfsw.kl.funpic.de/Klassenkampf%20-%20HP/start.html
Kundgebung | 26.03.10 | 10:00 | Schadow-Gymnasium (Beuckestr. 27-29)
Helm ab, Hirn rein und dann raus aus Schule und Uni!
Mit mehreren Schul- und Bildungsstreiks seit 2006 haben z.T. zehntausende SchülerInnen und Studierende ihren Unmut über Leistungsdruck, Selektion und viel zu große Klassen Luft gemacht. Trotz aufwändiger und erfolgreicher Mobilisierungen zu Großdemonstrationen sind wir von einer umfassenden Bewegung gerade unter den SchülerInnen noch immer weit entfernt. Um das zu ändern, laden wir alle Interessierten am 09.03 um 18 Uhr zum Wiederbelebungstreffen der SchülerInnen-Initiative „Bildungsblockaden einreißen!“ in den Mehringhof ein, um über Erfolge und Fehler, Potentiale und vor allem Perspektiven der SchülerInnen-Proteste zu diskutieren.
Planungs- und Perspektiventreffen | 9.03.10 | 18:00 | Mehringhof (Gneisenaustr. 2a)